Vitalstoff-Blog

Ein ganz einfacher Dreisatz

Dass ich gerne schreibe und die Ergebnisse von Beobachtungen oder Recherchen danach gerne teile, ist meinen Lesern bekannt. Die meisten wissen auch, dass ich an verschiedenen Stellen publiziere – zu den Themen, die mich persönlich bewegen. Dieser Beitrag ist der erste, der nicht nur auf allen drei Blogs stehen könnte, sondern tatsächlich auch hier, hier und hier zeitgleich erschienen ist. Anlass war dieser Beitrag in der ZEIT über die neue Volkskrankheit Burn-Out”.
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Synergistischer Hautschutz

Posted in Alterung, Ernährung, Freie Radikale, Supplementierung, Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Wissenschaft by Uwe Alschner on 21. Juni 2010

Der Sommer steht vor der Tür. Die Sonnenstrahlen haben eine enorme Kraft und Energie. Wir brauchen diese Energie, nicht nur, aber auch für das lebenswichtige Vitamin D. Um so wichtiger ist es deshalb, Nahrung zu sich zu nehmen, die reich ist an einem breiten Spektrum aus frischem Obst und Gemüse mit hohem Anteil an Antioxidantien und Phytonährstoffen. Wichtig sind auch Supplemente mit hochwertigen Omega-3 Fettsäuren. Besonders wichtig ist eine synergistisch ausgewogene Mischung mit den Vitaminen A, C und E und Carotinoiden (inklusive Lycopin und Lutein), Alpha –Liponsäure, Coenzym Q-10, Quercetin und einer breiten Palette an flavonoidhaltigen Pflanzenextrakten sowie den antioxidativen Mineralien Zink, Selen, Kupfer und Mangan.
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OPC und Grüntee-Extrakt schützen die Haut

Posted in Anthocyanidine, Forschung, OPC, Supplementierung by Uwe Alschner on 17. Juni 2010

Viele Menschen halten die Haut für etwas Selbstverständliches und erkennen nicht, dass sie ein extrem wichtiges Organ ist. Wie jedes lebenswichtige Organ erfüllt auch die Haut permanent eine lange Reihe lebenserhaltender Funktionen. Die Haut ist ein Spiegel unseres Gesundheitszustandes. An dieser Stelle werden zukünftig einige Erkenntnisse aus der Wissenschaft dokumentiert, die die zentrale Bedeutung einer gesunden Haut sowie die Notwendigkeit einer optimalen Versorgung mit dermatologisch wichtigen Vitalstoffen unterstreichen. Beginnen möchte ich mit OPC und den Grüntee-Polyphenolen.
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Phytoöstrogene

Posted in Darmgesundheit, Nutrition, Prävention, Stoffwechsel by Uwe Alschner on 3. Juni 2010

Heute habe ich von einer Freundin, die weiß, wie sehr ich mich für Vitalstoffe interessiere, eine Frage bekommen, die ich hier gerne wiedergeben möchte:

Frau G****, Krankenschwester und selbstständige Wellnesstherapeutin, meint das eine längere Einnahme von Phytoöstrogenen ( z.B. Soja etc.) bei Frauen Brustkrebs erzeugen kann.

Das habe ich ihr geantwortet: (weiterlesen…)

Was lange währt …

Posted in Ernährung, Mangelversorgung, RKI, Vitamin D by Uwe Alschner on 17. Mai 2010

Wer Neues erschaffen will, hat alle zum Feind, die aus dem Alten Nutzen ziehen!

Das Zitat von Niccolo Machiavelli ist rund fünfhundert Jahre alt – und hat doch nichts von seiner Aktualität verloren. Wer sich für Vitalstoffe interessiert, gar Wissen über die Bedeutung der Mikronährstoffe verbreitet, kommt einer Milliarden schweren Industrie in die Quere. Und doch gelingt es nicht, die Erkenntnisse über die überragende Bedeutung einer optimalen Versorgung des menschlichen Körpers mit den Vital-Stoffen, ohne die unser Stoffwechsel schleichend kollabiert, dauerhaft zu unterdrücken. (weiterlesen…)

Qualität im Journalismus

Posted in Ernährung, evidenzbasierte Medizin, Gemüse, Krebsforschung, Nutrition, Prävention, Qualität by Uwe Alschner on 7. April 2010

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!

Ich sitze mal wieder im ICE und habe Arbeit in der Tasche. Nur noch schnell nachschauen, wozu heute früh die Zeit nicht reichte: ein Blick in die “Süddeutsche”, um up-to-date zu bleiben. An einen weiteren Feuerwehreinsatz zum Thema Vitalstoffe habe ich wirklich nicht gedacht. Denkste!

“Krebsabwehr ungenügend” prangt es unübersehbar unter dem Titelfoto mit Tiger Woods zum Masters-Auftakt. Doch für Golf-Lektüre bleibt nun keine Zeit. Also rein in den Text von Werner Bartens.

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Eine Verschwörung der Pharma-Lobby?

Ein Beitrag des SWR-Magazins “betrifft” hat vor wenigen Wochen mächtig Wirbel erzeugt.

In zahlreichen Internetforen und anderen Publikationen wurde über den Inhalt und die Bedeutung des Beitrags debattiert. Bernd Seitz, Herausgeber des Magazins Network-Karriere hat mich um einen Gastbeitrag gebeten, für den ich heute recherchiert habe.
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Ob du recht hast, oder nicht …

Posted in evidenzbasierte Medizin, Forschung, Wissenschaft by Uwe Alschner on 17. Februar 2010

… sagt dir gleich das Licht! – Ich, Jahrgang 1965, gestehe: In meiner Kindheit war ich ein Fan von “eins, zwei oder drei“. Ratesendungen haben meine Fantasie immer angeregt. Und ich war meistens auch ganz gut im Rennen.

Hier habe ich einmal ein Rätsel verlinkt, was mir fast die Schuhe ausgezogen hat. So sehr lag ich daneben.

Es geht um Medline, die Internet-Datenbank für medizinische Fachartikel. Über die fragwürdige Praxis von Medline in der Auswahl der indizierten und damit als relevant erachteten Quellen, habe ich schon berichtet.

Jetzt folgen einige Beispiele, die dokumentieren, wie grotesk willkürlich die Auswahl erfolgt. Beispiel:

Welcher der folgenden Aufsätze ist NICHT indiziert in der National Library of Medicine, Medline?

A) Olfactory responses and field attraction of mosquitoes to volatiles from Limburger cheese and human foot odor. (J Vector Ecol, 1998) Frei übersetzt: Wie unterscheiden sich Limburger Käse und Fußgeruch in ihrer Anziehungskraft auf Moskitos

B) Heated socks maintain toe temperature but not always skin blood flow as mean skin temperature falls. (Aviat Space Environ Med, 2003) Frei übersetzt: Gewärmte Socken erhalten die Zeh-Temperatur, nicht jedoch immer die Blutzirkulation der Haut wenn die Durchschnitstemperatur fällt.

C) Jefferson JW, Thompson TD. Rhinotillexomania (nose-picking): psychiatric disorder or habit? (J Clin Psychiatry, 1995) Frei übersetzt: Nase popeln: Psychische Störung oder Angewohnheit?

D) Pauling L, Rath M. An orthomolecular theory of human health and disease. (J Orthomolecular Medicine, 1991)

Antwort: Nur “D” ist nicht auf Medline verfügbar. Alle anderen sind es. Glauben Sie nicht: schauen Sie hier nach! http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/ or http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez

Weitere Beispiele hier. Unglaublich!

Wissenschaftspopulismus entlarvt

Zugfahren bildet. Im ICE hat ein Fahrgast die aktuelle Ausgabe (02/2010) des ReformhausKurier zurück gelassen. Interessiert lese ich dort den Artikel über “Vitamine satt”, wie es auf der Titelzeile prangt.

Nahrungsergänzung dient, wie der Name schon sagt, als zusätzliche Vitamin- und Mineralstoffquelle; sie kann Lücken schließen, die durch eine unzureichende Versorgung über die Nahrung entstehen.

Der Beitrag von Doris Eschenauer setzt sich u.a mit einer viel zitierten Studie eines serbisch-dänischen Forscherteams aus dem Jahr 2007 auseinander, die vor den Gefahren von Antioxidanzien warnte und damit bis heute in den Publikumsmedien viel zitiert wird, wie schon Science Blogger Peter Artmann dokumentiert hat.
Professor Dr. Hans K. Biesalski hat dazu bereits kurz nach dem Erscheinen der Bjelakovic-Studie Stellung genommen und sie als “Wissenschaftpopulimus” entlarvt.
Auch im aktuellen Reformhaus-Artikel kommt Biesalski zu Wort, wo er beispielhaft auf mögliche Folgen eines Vitamin-D-Mangels hinweist: das Defizit kann sich z.B. in Form chronischer Schmerzen des Bewegungsapparates bemerkbar machen.

Perpetuum Mobile

Posted in Verbraucherschutz, Gesundheitswesen, Pharma-Lobby by Uwe Alschner on 11. Februar 2010

Das deutsche Gesundheitswesen steht vor gewaltigen Problemen – und gehört dennoch zu den attraktivsten Wirtschaftsbereichen weltweit. Wie ist das möglich?
Ganz einfach: weil die Attraktivität als Wirtschaftsfaktor der Hauptgrund ist für die Probleme des Gesundheitswesens! Ganz recht: was sich wie ein Paradox liest, ist gar keines, sondern sogar eine logische Folge! Was sich auch daran ersehen lässt, dass die Probleme und Lasten vor allem einseitig verteilt sind: Beitragszahler und Patienten sowie die öffentlichen Kassen (inklusive Krankenkassen) sind die Leidtragenden. Nutznießer sind vor allem die großen Arzneimittelhersteller!
Auch wenn sie dies wie der scheidende Bayer-Chef Werner Wenning nach Kräften leugnen, bleibt es eine Tatsache: die Ausgaben für Arzneimittel sind in Deutschland 20 Prozent höher als im Durchschnitt der Industrieländer. Das hat die OECD zuletzt 2007 bestätigt. Wohlgemerkt: weil Deutschland selbst zu dieser Gruppe zählt, tragen die hiesigen Arzneimittelkosten noch dazu bei, dass sich der Durchschnittswert künstlich erhöht. Ohne Deutschland hätten die übrigen OECD-Länder einen geringeren Durchschnittswert – und die Diskrepanz zu Deutschland fiele noch deutlicher aus!
Da ist es geradezu lächerlich, wenn der Bayer-Chef, dessen Unternehmen die führende Rolle im Lobbyverband der Forschenden Arzneimittelhersteller VFA spielt (Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer war Bayer-Angestellte, bevor sie in die Politik wechselte und bereits als Staatssekretärin im Bonner Forschungsministerium dazu beitrug, den engen Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Forschung zu erhalten), versucht, das Kostenargument mit dem Hinweis zu widerlegen, der Preisanstieg von patentgeschützen Arzneimitteln habe nur 2,2 Prozent betragen. Dieser Wert ist unmaßgeblich, denn er bezeichnet die Preissteigerungen der Medikamente, die bereits auf dem Markt erhältlich sind und noch dem Patentschutz unterliegen. Der wahre Kostentreiber sind jedoch Arzneipräparate, die neu patentiert und in den Markt gebracht werden! Sie verursachen 60 Prozent der Arzneimittelausgaben. Und zwar deshalb, weil sie nur die Hürde der medizinischen Zulassung nehmen, bevor sie von den Krankenkassen erstattet werden müssen! Selbst dann, wenn ihr medizinischer Nutzen im Vergleich zu bereits erhältlichen Präparaten gering oder gar nicht existent ist!
Gerade in diesen Fällen, wo ein “Fortschrittsnachweis” nicht bewiesen ist, weil sich das neue Präparat in der Wirkung kaum von alten unterscheidet, liegt es nur noch am Vertriebserfolg des Hersteller-Unternehmens, um die Kassen zu zwingen, die Kosten zu übernehmen. Wie sich ein solcher Erfolg erzielen lässt, wissen Heerscharen von Pharma-Referenten zu berichten: durch “Kundenpflege” und “Überzeugungsarbeit” bei den verabreichenden Medizinern!
Vor diesem Hintergrund wird die Ablösung des IQWiG-Chefs Peter Sawicki erst recht fragwürdig, dessen Institut die Beurteilung dieses “Fortschrittsaspektes” neuer Arzneimittel stärker in die Beurteilung nehmen sollte.
Damit wird deutlich, dass das Gesundheitswesen in Deutschland für die Pharma-Industrie ein perpetuum mobile ist, ein sich selbst treibendes System: die Gewinne aus patentierten Arzeimitteln werden zu einem Teil in “Kundenpflege” investiert, was zu konstanten Verschreibungen neuer Medikamente der selben Hersteller oder zur Wechselbereitschaft neuer Hersteller führt. Die dadurch erreichten Verschreibungen neu patentierter Medikamente sichern weitere Gewinne, da die Kosträger (Krankenkassen) die Preisgestaltung für diese neuen Medikamente akzeptieren müssen. Personelle Verflechtungen zwischen Industrie und Politik sichern parallel den Einfluss auf die Ausgestaltung der Rahmenbedingungen der Zukunft. Politik definiert Fortschritt finanziert Politik finanziert Wirtschaft definiert Politik definiert Fortschritt. Wo bleibt da die Gesundheit??

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