Vitalstoff-Blog

Warum Vitalstoffe nicht wirken dürfen

Krankheit ist ein Geschäft in Deutschland

Viele Fragen, die mich über diese Seite erreichen, sind grundsätzlicher Natur. Menschen, die keine Erfahrung mit Vitalstoffen haben, wundern sich, warum so wenig über den Nutzen von Vitaminen, Mineralien und Co bekannt ist. Das hat einen einfachen Grund: Der Strom kommt in Deutschland aus der Steckdose und wer krank ist, geht mit seiner Karte zu Arzt und wird behandelt – umsonst, denkt der Patient. Dass in jedem Jahr die Gesundheitsausgaben in Deutschland steigen (in 2010 sind 287 Mrd. Euro für Gesundheitsleistungen in Deutschland ausgegeben worden) und die Zeche von den Beitragszahlern (vor allem zur gesetzlichen Krankenversicherung, die in den zehn Jahren seit 2000 eine Kostensteigerung allein für Arzneimittel um rund 30 Prozent verkraften mussten) zu zahlen ist, wird kaum beachtet.

Gerade die im internationalen Vergleich immer noch traumhafte gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland macht es für Arzneimittelhersteller und andere Anbieter so lukrativ: Der Versicherte denkt nicht an die Kosten, ein mögliches Defizit wird vom Steuerzahler ausgeglichen. Krankheit ist ein Geschäft in Deutschland. (more…)

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Das Umdenken ist in vollem Gang

Posted in Dr. med. Petra Wenzel, Etikettenschwindel, Pharma-Lobby, Vitalstoffe by Uwe Alschner on 6. Juli 2008

Ein toller Vortrag liegt hinter uns! Dr. med. Petra Wenzel ist am Freitag unser Gast gewesen, um in einem überraschend gut besuchten Hörsaal der Universität über das Thema Vitalstoffe zu berichten. Und was sie zu sagen hatte, war mehr als beeindruckend. Nicht nur ihre persönliche Vita und medizinische Erfahrung. Als ehemalige Leiterin eines Pharma-Forschungsprojektes hatte sie das Vertrauen in ethische Medizin fast verloren, weil es immer weniger darum ging, Erkrankungen ursächlich zu behandeln, sondern symptomatisch wirkende Umsatzbringer zur Patentreife zu bringen („Forsche nicht soviel, mache Umsatz!“). Weil sie es nicht weiter verantworten wollte, stieg Petra Wenzel aus und ließ sich zur Präventologin weiterbilden. Heute arbeitet sie als praktizierende Ärztin in einer Klinik für psycho-somatische und psychische Erkrankungen an der Ostsee. Und nebenbei hält sie Vorträge über krank machende Lebens- und Ernährungsgewohnheiten sowie gesundheitsfördernde Wirkung von Vitalstoffen.

Als solche bezeichnet nicht nur Dr. Wenzel mehr als 50 Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sowie essenzielle Fettsäuren, die der Körper täglich durch die Nahrung aufnehmen muss, um sein genetisch über mehr als hunderttausend Jahre entwickeltes und perfektioniertes Programm von Wachstum, Gesunderhaltung und Leistungsfähigkeit aufrecht erhalten zu können. Petra Wenzel benutzte zur Verdeutlichung das Bild einer Computertastatur: Nur wenn alle Tasten vorhanden sind und funktionieren, können wir sinvolle Texte verfassen und per Internet kommunizieren.

„Wenn es nur noch drei Tasten tun, können Sie bestenfalls S.O.S. senden, aber mehr geht nicht!“

Nur wer täglich fünf bis acht Portionen frisches Obst und Gemüse roh oder schonend zubereitet zu sich nehme, hat danach überhaupt die Chance, sich die ausreichende Menge schützender Vitalstoffe zuzuführen. „Aber wer kann das heute noch?“

Selbst wer kein Kantinenessen verzehren muss, sondern selbst täglich kocht, ist aufgrund intensiver Landwirtschaft, ausgelaugter Böden und weiter Transportwege meilenweit von erntefrischen, schadstoffarmen und ausgereiften Zutaten entfernt, sondern betreibt beim täglichen Einkauf im Supermarkt allenfalls „Schadensbegrenzung“,

so Dr. Wenzel. Obst und Gemüse sei optisch zwar meistens ansprechend dargeboten, doch handele es ich fast immer um durch Bestrahlung oder chemische Reifebäder haltbar gemachte Produkte ohne großen Vitalstoffgehalt.
Größer noch als die Gefahr, nur schwach gehaltvolles Obst und Gemüse zu kaufen, ist für die Präventologin die Gefahr durch industriell verarbeitete Lebensmittel. Diese enthielten zahlreiche chemische und andere Zusätze, die der menschliche Organismus nur schwer verarbeiten und ausscheiden könnten. Auch dazu braucht der Körper Vitalstoffe, ohne die sich viele Substanzen im Körpergwebe ablagern und gesundheitliche Beschwerden hervorrufen können.
Als weit verbeitetes Beispiel nannte die Ärztin den Geschmacksverstärker Glutamat, der vor allem aus Asia-Restaurants bekannt geworden, inwzischen aber weit verbeitet ist. Zwar ist Glutamat ein natürlicher Stoff, in vielen Nahrungsmitteln enthalten und für den Körper an sich harmlos.

„Als Geschmacksverstärker in Fertiggerichten wird Glutamat jedoch in Mengen verwendet, die dem Verzehr von 500 Eiern oder 12 Kilo Spinat entsprechen würden. Kein Wunder, dass dies u.a. zu Migräneattacken führt, denn Glutamat ist im Gehirn ein Botenstoff für die Schmerzübertragung.“

Obwohl viele Verbraucher diesbezüglich inzwischen problembewusst geworden sind und solche Geschmacksverstärker vermeiden wollen, betreibe die Lebensmittelindustrie bewusst Etikettenschwindel: Sie bewerbe Produkte als frei von Geschmacksverstärkern, die sie dennoch verwende und als „Hefextrakt“ nur anders bezeichne.

Noch bedenklicher sei die Verwendung von künstlichem Süßstoff. Hier werde einerseits in Deutschland immer noch der Stoff Aspartam verwendet, der im Körper in giftige Substanzen aufgespalten werde, die man ansonsten u.a. als WC-Reiniger kennt. Doch auch sonstige Süßstoffe seien bedenklich, da sie zu Unterzuckerung führten und oft regelrechte Freßattacken nach sich ziehen.

Aus diesem Grund plädiert die Ärztin wie inzwischen viele ihrer Kollegen für die regelmässige Zufuhr von Vitalstoffen durch qualitativ hochwertige Nahrungsergänzung, die jedoch unbedingt aus natürlichen Quellen kommen müsse. Auf ihrer Internetseite und in ihrem Buch „Die Vitalstoffentscheidung“ bietet die Expertin Hilfestellung bei der Auswahl geeigneter Produkte und Hersteller. Letztere müssen für Dr. Wenzel über eine langjährige Erfahrung in der Herstellung von Nahrungsergänzungen verfügen.

„Vertrauenswürdige Hersteller bieten auf jeden Fall eine kundenfreundliche Zufriedenheitsgarantie, bei der Produkte auch nach Anbruch unkompliziert zurückgegeben werden können ohne Geld zu verlieren.“

Die Produkte selbst müssten nicht nur aus natürlichen Quellen stammen, sondern auch im Kaltherstellverfahren produziert werden, um die Vitalstoffe in ihrem natürlichen Wirkzusammenhang schonend zu gewinnen. Dann sei auch die Gefahr von Überdosierungen nicht zu befürchten, die ohnehin sehr theoretisch und gering sei: Während es einer Studie zufolge in 25 Jahren zu weniger als fünf Todesfällen mit Nahrungsergänzungen gekommen sei, komme es allein in den USA jährlich zu etwa 100.000 Todesfällen durch vorschriftsgemäßen Arzneimitteleinsatz. Dies entspreche einem Jumbo-Flugzeugabsturz pro Tag.

„Warum sind trotz dieser eindeutigen Faktenlage Vitalstoffe in Deutschland und anderswo so schlecht angesehen?“

Dr. Wenzels Antwort war denkbar einfach: Im Jahr 2006 wurden in Deutschland 240 Mrd Euro für Gesundheitsleistungen ausgegeben. Davon ging ein Löwenanteil von 26 Mrd. an Ausgaben für Arzneimittel („24 Mrd. kassenfinanzierte Selbstbedienung der Pharmaindustrie“) und nur 13 Mrd. für Spitzenmedizin in Unikliniken.
Der Umsatz der gesamten Nahrungsergänzungsmittel für Mensch und Tier zuammen („Fiffi und Mietz werden oft besser versorgt als Herrchen und Frauchen“) kam gerade mal auf eine Milliarde Euro. Dieser Betrag sei an sich uninteressant für die Industrie („Portokasse“). Doch die „Gefahr“ erwachse aus der längst bekannten gesundheitsfördernden Wirkung der Vitalstoffe.
Wenn die Wirkung der Vitalstoffe sich im öffentlichen Bewußtsein durchsetzen würde, komme es zu weniger Erkrankungen – und rückläufigem Pharmaumsatz.

Aus eigener beruflicher Erfahrung kann ich die Aussagen von Dr. Wenzel nur bestätigen: Für eine auf zweistellige Zuwachsraten ausgerichtete Industrie bedeutet diese Aussicht „Alarmstufe Rot“. Aus diesem Grund kämpft die Pharmaindustrie gegen gesundheitsfördernde Vitalstoffe. Mit Unterstützung der Lebensmittelwirtschaft!

Die Frage ist: wie lange noch können es sich Verbraucherschützer und Krankenkassen leisten, auf Seiten der Profiteure gegen die jahrtausende alte Erkenntnis der Natur und gegen die Gesundheit der Menschen zu kämpfen, indem sie die Vitalstoffe verteufeln?

Vitalstoffe und Paradigmen

Posted in Dr. med. Petra Wenzel by Uwe Alschner on 11. Juni 2008

Gemeinsam mit meiner Frau organisiere ich am 4. Juli eine Lesung zum Thema Vitalstoffe. Dr. med. Petra Wenzel wird aus ihrem aktuellen Buch Die Vitalstoffenstscheidung vortragen. Es hat etwas gedauert, bis mir klar wurde, dass ich selbst nicht nur die Unwissenheit und Ignoranz gegenüber diesem Bereich beklagen konnte, sondern aktiv etwas tun muss. Wie kam es dazu?
Meine zweite Leidenschaft neben der Orthomolekulare Medizin ist die Persönlichkeitsbildung und -Entwicklung. Wenn ich durch den Wald jogge, habe ich oft interessante Autoren zu diesem Themenbereich auf dem Ohr. Wie etwa Stephen R. Covey, der schon in den 1980er Jahren die 7 Wege zur Effektivität publiziert hat. Auch sein Folgeband „Der achte Weg“ widmet sich u.a. der Frage, wie ein Paradigma unsere Weltsicht bestimmt und dominiert. Ein Paradigma ist, verkürzt formuliert, ein von uns selbst gedanklich geschaffenes Modell der Welt in der wir leben (Umwelt). Da es nur ein Modell ist, stimmt es mit der (objektiven) Wirklichkeit nur bedingt und phasenweise überein. Aber es bestimmt unser Handeln. Denkmuster, die diesem Paradigma zuwiderlaufen, können wir nicht akzeptieren. Erst wenn wir realisieren, dass unsere Weltsicht auf einem Paradigma beruht, sind wir in der Lage, Veränderungen in unserem Denken und Sein zu bewirken. Dies ist eine große Schwierigkeit für viele Menschen. Aber es ist auch eine ganz besondere Begabung, die jedem Menschen gegeben ist. Zwischen Reiz und Reaktion ist ein Raum. Vielleicht ist er klein. Doch er ist vorhanden. Und dieser Raum bietet uns die Möglichkeit, eigene Verantwortung zu erkennen – und wahrzunehmen, anstatt über die beklagenswerten Zustände zu lamentieren. Deswegen organisiere ich am 4. Juli diese Lesung! Seien Sie herzlich willkommen!!