Vitalstoff-Blog

Gluten – ein Irrtum?

Posted in Ernährung, Wissenschaft by Uwe Alschner on 20. Februar 2017


In der folgenden Geschichte geht es um Wahrheit. Genauer gesagt um Wissenschaft und Journalismus, die sich beide darum bemühen, die Dinge so darzustellen und zu erklären, wie sie sind. Manchmal gelingt das. Manchmal geht es schief. »Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen.« Mir kam die Weisheit in den Sinn, als ich die neueste Ausgabe des Wirtschaftsmagazins brandeins und die dort abgedruckte Geschichte über Gluten las. Unter der Überschrift Lukrativer Irrglaube berichtet das Heft über eine vermeintlich „maßlos übertriebene“ Angst vor Gluten. Wie es sich für guten Journalismus gehört, hat die Geschichte nicht nur einen Aufhänger (die erste glutenfreie Konditorei in Düsseldorf), sondern auch eine Quelle, auf der die Grundaussage des Beitrags fußt. Welche Quelle könnte besser geeignet sein, um Angst vor Gluten zu bewerten, als eine wissenschaftliche Koryphäe. Was brandeins übersehen hat: der Wissenschaftler, den sie zitieren, sitzt im Glashaus. Und mit ihm die ganze schöne Geschichte! (more…)

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In eigener Sache

Posted in Ernährung, Nahrungsergänzung, Vitalstoffe by Uwe Alschner on 2. Januar 2015

Dieses Blog beschäftigt sich mit Mikronährstoffen. Der gestern veröffentlichte Beitrag, so haben mich einige Leser gefragt, hatte damit weniger zu tun. Ob sich der Schwerpunkt des Vitalstoff-Blogs nun verschiebt, wollte ein Leser wissen. Ganz sicher nicht. Im Gegenteil: der Beitrag drehte sich um die Erkenntnisse und Einsichten von Robyn O’Brien als ehemaluger Expertin in der Bewertung von Lebensmittelkonzernen. Ganz nebenbei aber enhält der verlinkte TED-Vortrag (von dem es weitere auf YouTube gibt) und die Beiträge von Robyn O’Brien einige Details, die erklären helfen, warum es wichtig ist, Vitalstoffe zu ergänzen.

Das Geschäftsmodell, von dem Robyn berichtet, welches rücksichtslos und ohne nachhaltiges Risiko-Assessment seit zwanzig, dreißig Jahren neue technologische Kunstprodukte in die Nahrung hat einbauen lassen (in den USA mehr als hier in Europa, aber auch hier läuft im Orinzip das gleiche!) lautete: »Shelf-Life-Extension«.

Am dramatischen Ende der Folgen-Skala zeigte sich dann immer deutlicher die unmittelbar pathologische Wirkung: Zunahme von Erkrankungen wie Asthma, ADHS, Allergie und Autismus.
Dazu schreibt der Arzt in diesem Vorwort einiges. Unter anderem auch vom grundsätzlichen Wert, den Vitalstoffe hier haben, weil sie den oxidativen Stress im Kindeskörper lindern/puffern.
Was er nicht schreibt, ist dass am unteren Ende der Folgen-Skala zwar keine Erkrankungen in Form manifester Pathologien entstanden sind. Doch dies hat einzig und allein seinen Grund darin, dass viele Kinder schlicht noch „zu gesund“ waren/sind, als dass sie Krankheitsbilder entwickelt hätten. Denn klar ist: auch in ihren Körpern hat das selbe stattgefunden. Sie haben die selben Dinge gegessen. Nur hatten sie – zum Glück – eine bessere Grundkonstitution als ihre Geschwister. Sprich: sie hatten noch mehr Puffer, den sie in die Waagschale werfen konnten. Gezehrt hat alles genau so an ihnen, wie an ihren Altersgenossen.

Seit Jahrzehnten läuft bei uns das selbe Spiel: kommerzielle Interessen haben „Monopoly gespielt“. Sie haben versucht, alles in puncto Lebensmitteltechnologie zu nutzen, was irgendwie ging, um die Verwertbarkeit ihrer Produkte zu steigern. Der Preis dafür war einer, der sich erst nach und nach in seiner vollen Höhe zeigte: die Nährstoffe, die der Nahrung entzogen wurden, um sie leichter/schneller zu verarbeiten, bzw. länger im Regal stehen lassen zu können, bis ein Käufer kommt (Profit durch mehr Umsatz, geringere Logistik- oder sogar geringere Produktionskosten), diese Nährstoffe haben den Kindern gefehlt. Uns Erwachsenen zwar auch, aber im Unterschied zu den Kids haben wir unsere Entwicklung abgeschlossen. Die Kinder müssen erst noch ihren Körper und ihre Persönlichkeit voll herausbilden. Dazu benötigen sie das beste Material für einen optimalen Stoffwechsel.

Statt dessen haben sie Zeug von der Industrie vorgesetzt bekommen, welches nicht nur „das Beste“ entzogen bekommen hat, sondern welches zunehmend so manipuliert wurde, dass der stoffwechsel dieser Kinder massiv belasted wurde. Entzündungsprozesse, andere Auto-Immunreaktionen und oxidativer Stress auf der einen Seite. Ein geschwächtes Entgiftungssystem des Kindes auf der anderen Seite, was dazu führt, dass der Körper (vor allem die Leber) viele Toxine schlicht nicht mehr loswerden kann.

Hinter jeden Prozess könnte ein Buchhalter biochemischer Grundlagen vermerken, wieviel dem gesunden Kind an den zahlreichen Vitalstoffen, derer sein Organismus bedarf, erst gar nicht mehr zugeführt wurde (das dem Lebensmittel vorab oder im Produktionsprozess entzogen wurde) oder wieviel „Kredit“ die Bindegewebe und Knochen des Kindes dem Organismus gegeben haben, indem sie als „Ersatzlieferanten“ für Säureblocker oder andere Mineralien herhalten mussten. Die Dimensionen messen sich also sowohl in mangelnder Zufuhr als auch in erhöhtem Verbrauch.

Es ist nicht möglich, zwei Kinder, die miteinander aufwachsen, diesbezüglich zu vergleichen, um einen „Normzustand“ zu definieren. Oder um zu sehen, wem es besser ergangen ist. Dazu sind die jeweiligen Grundvoraussetzungen, mit denen Kinder auf die Welt gekommen sind, zu unterschiedlich (angefangen vom genetischen Erbe der Eltern, ihrem Lebenswandel vor und während der Zeugung, dem Verlauf der Schwangerschaft, dem Zeitpunkt der Geburt im Jahreszyklus Sommer/Winter, den Erkrankungen seit der Geburt, ihrer Ernährung und Lebenswandel etc. etc.). Was man allerdings vergleichen kann, ist der Saldo dessen, was ein Kind heute zu sich nimmt, und dem, was es vor dreissig, fünfzig, hundert oder tausend Jahren zu sich genommen hat. Ein solcher Vergleich läuft mit Ausnahme der Zahl der Brennwerte (Kalorien) sehr sicher zu ungunsten der heutigen Kinder aus. Ihre Nahrung ist in hohem Maße industrialisiert (angefangen bei der Säuglingsnahrung, selbst wenn die Mutter stillt) und nahezu allen essentiellen Nährstoffen entzogen. Denn diese sind empfindlich. Und sie vertragen keine technischen Manipulationen.

Daher versorge ich meinen Körper, und den meiner Kinder, mit hochwertigen, möglichst natürlichen Vitalstoffen. Selbst mit dieser Grundlage haben unsere Körper heute jeden Tag Höchstleistungen bei der Bewältigung von Streß, der Abwehr von Giften und Keimen und bei der Verdauung der Nahrung zu vollbringen. Ohne geht es gar nicht, da bin ich sicher!

Pretty Woman oder Bewusstsein für das Wesentliche

Posted in Eigenverantwortung, Ernährung, Industrie, Lobbyismus by Uwe Alschner on 2. Januar 2015

Robyn O'Brien, Ex-Finanzanalystin der Nahrungsindustrie und Aktivistin für gesundes Essen. Ein Allergieschock ihres jüngsten Kindes bewirkte das Umdenken.

Robyn O’Brien, Ex-Finanzanalystin der Nahrungsindustrie und Aktivistin für gesundes Essen. Ein Allergieschock ihres jüngsten Kindes bewirkte das Umdenken.

Was sagt Ihnen der Name Julia Roberts? Wer nicht ins Kino geht, wird hier vermutlich passen. Jene, die mit dem Namen etwas anfangen können, denken sofort an … Pretty Woman. Und dass dies so ist, sagt eine Menge aus über uns und unsere Kultur. Nichts gegen schöne Frauen (oder Männer: Matthew McConaughey ist, wenn überhaupt, auch eher für seine Rolle in Surfer Dude im weiblichen Gedächtnis, denn für seinen Part als AIDS-Kranker Rebell Ron Woodrooff im OSCAR-Hit Dallas Buyers Club), doch es wäre besser um unsere Gesellschaft bestellt, wenn Julia Roberts bei mehr Menschen mit ihrer Rolle als Erin Brockovich in Erinnerung geblieben wäre. Erin Brockovich ist eine zwar auch attraktive, aber vor allem entschlossene Kämpferin gegen Unrecht und für Verbraucherrechte. Dass wir uns statt ihrer an eine namenlose Prostituierte erinnern, wenn wir an große Rollen der Schauspielerin Julia Roberts denken, sagt viel mehr über uns aus, als uns lieb sein wird. Doch es ist so.
Allerdings gibt es Hoffnung. Und die wird unter anderem verkörpert durch Menschen wie Robyn O’Brien. Das gemeinsame zwischen Brockovich und O’Brien ist nicht in erster Linie ihr Äußeres. Es ist ihr Einsatz gegen starke kommerzielle Interessengruppen. Wo sich die eine gegen einen Milliarden schweren Energiekonzern behauptet hat, kämpft Robyn O’Brien gegen die Nahrungsmittelindustrie. Und Sie weiß genau, mit wem sie es in diesem Kampf zu tun hat: die Texanerin war jahrelang Finanzanalystin für die Börsenperformance von Multis wie Kraft, Nestlé und anderen.
Ihre Geschichte ist die einer typischen Baby-Boomerin: Aufgewachsen als All-American-Girl im Süden der USA, schlau, Studium mit Prädikatsexamen und dann Karriere in einer Männerdomäne: Analysten sind Alpha-Tiere. Sie bewegen Milliarden mit ihren Empfehlungen, und sie lassen es ihre Umwelt deutlich spüren, wie gut sie sind. Wer neu dazu kommt, muss mit dem Vorlieb nehmen, was übrig ist. Für Robyn O’Brien, einzige Frau in einem Team von Männern, war das die Nahrungsmittelindustrie. Sie lernte die Branche kennen, und durchaus auch lieben. Businesspläne von Konsumgüterherstellern machten ihr Spaß.
Bis eines Tages ihre jüngste Tochter am Frühstückstisch mit einem allergischen Schock kollabierte. Die Mutter verstand die Welt nicht mehr, als ihr die Kinderärzte von der rasanten Zunahme der Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten in wenigen Jahren berichteten. Die Rede war von ihrer Branche, doch sie hatte keine Ahnung. Das sollte sich ändern. Robyn recherchierte nächtelang. Und was sie entdeckte, schmeckte ihr ganz und gar nicht. „Betriebswirtschaftlich konnte ich nachvollziehen, warum man die Lebensmittel immer stärker labortechnisch veränderte. Die Produkte konnten länger konserviert werden, was die Dauer erhöhte, in der sie abverkauft werden konnten, ohne zu verderben. Profit. Klar. Aber der Preis ist eine gigantische Zunahme an ernsthaften Erkrankungen. Warum hat man uns davon nichts gesagt,“ berichtet sie inzwischen regelmäßig in ihren Auftritten.

Robyn O’Brien ist klar geworden, dass es von ihr, wie von jedem einzelnen abhängt, eine Änderung herbei zu führen. Informationen sind da. Sie müssen genutzt werden. Von Investoren, die nicht mehr länger auf Methoden setzen sollen, in denen Profitstreben die Manipulation unserer Lebensmittel rechtfertigt. Der Kampf gegen Gentechnisch veränderte Organismen (GMOs) ist ein wichtiges Aktionsfeld für Robyn O’Brien geworden. Mit ihrerm Hintergrund als Analystin überzeugt sie mehr und mehr Investoren, dass diese Anlagestrategie nur kurzfristig Erträge verspricht, langfristig jedoch enorme Kosten auf die Volkswirtschaft zukommen werden. Entsetzt berichtet O’Brien davon, dass die USA zweieinhalb mal mehr ausgeben für ihr Gesundheitswesen als andere Länder. Und sie ist in der Lage, dies in einen Zusammenhang zur Entwicklung in der Lebensmitteltechnologie zu setzen.
Doch auch die Verbraucher können – und müssen – ihren Beitrag leisten. Wie erwähnt: die Informationen sind da. Es müssen Konsequenzen daraus gezogen werden. Die Nahrung muss nicht nur bewusster erzeugt, sondern auch bewusster eingekauft werden!

Europa mit seiner kritischen Haltung gegen Gentechnik dient O’Brien in ihrer Argumentation in den USA als Vorbild. Doch auch hier ist längst nicht alles Gold, was glänzt. Neben GMOs sind viele andere Zusatzstoffe auch in Europa und bei der hier ansässigen Industrie (Nestlé, Unilever und Co.) beliebt. Shelf-life, Haltbarkeit, ist Zeit, und Zeit ist Geld. Daneben wirken durch geschicktes Lobbying die selben Kräfte, die O’Brien in den USA beklagt: Die Industrie setzt einen erheblichen Teil ihrer Erlöse ein, um bei politischen Entscheidungsträgern für bessere Rahmenbedingungen für ihre Branche zu sorgen. Und besser für die einen, ist manchmal schlicht synonym für „schlechter für die anderen„. Zulassungsverfahren für altbewährte und sichere Produkte werden plötzlich (im Namen des Verbraucherschutzes) eingeführt. Gerade kleine und mittelgroße Produzenten sind davon in viel stärkerem Maße betroffen als Multinationale Konzerne, weil sie sich die aufwändigen Prozesse schlicht nicht leisten können.
Eine immer weithin Gefahr besteht in den vermeintlichen Segnungen der transatlantischen Handelszusammenarbeit, die über Abkommen wie TTIP zu einer Angleichung der Bedingungen führen. Geworben wird von Politik und Großindustrie mit den zu erwartenden Einsparungen und Zuwachs an Arbeitsplätzen. Ob die Zahlen, die hier ins Feld geführt werden, realistisch sind, wird vielfach bezweifelt. Fatal daran ist, dass tatsächliche oder behauptete Vorteile mit inakzeptablen Nachteilen verknüpft werden. Insbesondere Rechtsstaatlichkeit und Demokratie sind berührt. „Investorenschutz“ ist hier das Codewort. Tatsächlich verbirgt sich dahinter eine ernste Gefahr: Konzerne können Staaten vor Privatgerichte zerren, wenn sie sich von staatlicher Willkür bedroht sehen.
Klingt vernünftig? Nun, im Beispiel von Robyn O’Brien bedeutet dies möglicherweise, dass Verbote gegen den Einsatz von Gentechnik nicht mehr möglich sein werden, wenn sich die Konzerne wie Monsanto mit ihren Klagen an die Schiedsgerichte wenden. Obwohl keine gesicherten Erkenntnisse über die Wirkung von gentechnisch veränderten Organismen auf die menschliche Gesundheit vorliegen, kann in den USA kann eine Zulassung (für ein Gentechnik-Produkt) nur verweigert werden, wenn die Schädlichkeit bewiesen ist. Ein solcher Beweis ist in der Praxis oft nicht zu führen, da sich häufig Wissenschaftler finden, die eine Schädlichkeit selbst dann noch in Zweifel ziehen, wenn es längst erdrückende Indizien durch die beobachtete Wirkung gibt. Bis heute werden sowohl die Gefahren von Passivrauchen, als auch die Ursachen des Klimawandels, wie auch die Gefahren von Gentechnisch veränderten Organismen nach wie vor von einzelnen Wissenschaftlern angezweifelt. In Europa, und erst recht in Deutschland führt daher das Fürsorgeprinzip des Staates zur Gefahrenabwehr dazu, dass Anwendungen untersagt werden. TTIP könnte dazu führen, dass solche Verbote der Zulassung von GMOs zukünftig als „staatliche Willkür“ vor ein Schiedsgericht gebracht werden könnten. Unter Umständen wären sogar Verordnungen zur Kennzeichnungspflicht (gibt es in Europa für GMOs, nicht aber in den USA) ein „Handelshemmnis“ und dürften zukünftig nicht mehr verlangt werden.

Informationen über TTIP

Hier klicken, um Ihre Ablehnung des TTIP-Abkommens in der gegenwärtigen Form zu erklären

Vitalstoff-Status nach McD-Verzehr: negativ!

Posted in Ernährung, Mikronährstoffe, Nahrungsergänzung by Uwe Alschner on 13. Mai 2012

Burger

Zwei Burger, fast identisch. Und doch nicht. Einer ist 12 Jahre älter als der andere. Zwölf Jahre!

„Mc Donalds füllt ein Loch in deinem Magen. Es tut nichts, um deine Zellen zu ernähren…“

Schaut euch das Foto an. Es zeigt zwei Hamburger. Fast identisch. Nur dass der eine 12 Jahre (!!) älter ist als der andere! Das ist pure Chemie!

„Was hast du getan, um den Burger zu konservieren,“ wurde Karen Hanrahan gefragt, die das Experiment zwischen 1996 und 2008 durchführte. „Nichts. Er hat sich selbst konserviert…“

Nicht nur tut McDoof nichts für die Ernährung unserer Zellen. Allein für die einigermaßen harmlose Beseitigung des „Sondermülls“ benötigt unser Körper wichtige Vitalstoffe, die uns danach als Zell-Nährstoff nicht mehr zur Verfügung stehen. Vitalstoff-Status nach Verzehr: negativ!

Warum Vitalstoffe nicht wirken dürfen

Krankheit ist ein Geschäft in Deutschland

Viele Fragen, die mich über diese Seite erreichen, sind grundsätzlicher Natur. Menschen, die keine Erfahrung mit Vitalstoffen haben, wundern sich, warum so wenig über den Nutzen von Vitaminen, Mineralien und Co bekannt ist. Das hat einen einfachen Grund: Der Strom kommt in Deutschland aus der Steckdose und wer krank ist, geht mit seiner Karte zu Arzt und wird behandelt – umsonst, denkt der Patient. Dass in jedem Jahr die Gesundheitsausgaben in Deutschland steigen (in 2010 sind 287 Mrd. Euro für Gesundheitsleistungen in Deutschland ausgegeben worden) und die Zeche von den Beitragszahlern (vor allem zur gesetzlichen Krankenversicherung, die in den zehn Jahren seit 2000 eine Kostensteigerung allein für Arzneimittel um rund 30 Prozent verkraften mussten) zu zahlen ist, wird kaum beachtet.

Gerade die im internationalen Vergleich immer noch traumhafte gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland macht es für Arzneimittelhersteller und andere Anbieter so lukrativ: Der Versicherte denkt nicht an die Kosten, ein mögliches Defizit wird vom Steuerzahler ausgeglichen. Krankheit ist ein Geschäft in Deutschland. (more…)

Achtung Industrie!

Posted in Ernährung, Functional Food, Nahrungsergänzung, Nutrition, Renditestreben, Verbraucherschutz by Uwe Alschner on 28. September 2010

Verbraucherschutz! Passender und ehrbarer kann kein Anspruch sein, den die Politik für ihr Wirken zum Wohle der Wähler formulieren könnte. Doch tatsächlich handelt es sich – allen durchaus oftmals ernst gemeinten Erklärungen zum Trotz hierbei um eine zwiespältige Sache. Denn was unter dem Mantel des Verbraucherschutzes daherkommt, entpuppt sich bei genauem Hinsehen nicht selten als eiskalte Entmündigung der Verbraucher. So zum Beispiel die hier bereits thematisierte Novelle des LFGB. Immer deutlicher wird dabei, dass vor allem eine Seite profitiert: Die Industrie!
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Synergistischer Hautschutz

Posted in Alterung, Ernährung, Freie Radikale, Supplementierung, Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Wissenschaft by Uwe Alschner on 21. Juni 2010

Der Sommer steht vor der Tür. Die Sonnenstrahlen haben eine enorme Kraft und Energie. Wir brauchen diese Energie, nicht nur, aber auch für das lebenswichtige Vitamin D. Um so wichtiger ist es deshalb, Nahrung zu sich zu nehmen, die reich ist an einem breiten Spektrum aus frischem Obst und Gemüse mit hohem Anteil an Antioxidantien und Phytonährstoffen. Wichtig sind auch Supplemente mit hochwertigen Omega-3 Fettsäuren. Besonders wichtig ist eine synergistisch ausgewogene Mischung mit den Vitaminen A, C und E und Carotinoiden (inklusive Lycopin und Lutein), Alpha –Liponsäure, Coenzym Q-10, Quercetin und einer breiten Palette an flavonoidhaltigen Pflanzenextrakten sowie den antioxidativen Mineralien Zink, Selen, Kupfer und Mangan.
Obst und Gemüse (more…)

Was lange währt …

Posted in Ernährung, Mangelversorgung, RKI, Vitamin D by Uwe Alschner on 17. Mai 2010

Wer Neues erschaffen will, hat alle zum Feind, die aus dem Alten Nutzen ziehen!

Das Zitat von Niccolo Machiavelli ist rund fünfhundert Jahre alt – und hat doch nichts von seiner Aktualität verloren. Wer sich für Vitalstoffe interessiert, gar Wissen über die Bedeutung der Mikronährstoffe verbreitet, kommt einer Milliarden schweren Industrie in die Quere. Und doch gelingt es nicht, die Erkenntnisse über die überragende Bedeutung einer optimalen Versorgung des menschlichen Körpers mit den Vital-Stoffen, ohne die unser Stoffwechsel schleichend kollabiert, dauerhaft zu unterdrücken. (more…)

Qualität im Journalismus

Posted in Ernährung, evidenzbasierte Medizin, Gemüse, Krebsforschung, Nutrition, Prävention, Qualität by Uwe Alschner on 7. April 2010

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!

Ich sitze mal wieder im ICE und habe Arbeit in der Tasche. Nur noch schnell nachschauen, wozu heute früh die Zeit nicht reichte: ein Blick in die „Süddeutsche“, um up-to-date zu bleiben. An einen weiteren Feuerwehreinsatz zum Thema Vitalstoffe habe ich wirklich nicht gedacht. Denkste!

„Krebsabwehr ungenügend“ prangt es unübersehbar unter dem Titelfoto mit Tiger Woods zum Masters-Auftakt. Doch für Golf-Lektüre bleibt nun keine Zeit. Also rein in den Text von Werner Bartens.

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Wissenschaftspopulismus entlarvt

Zugfahren bildet. Im ICE hat ein Fahrgast die aktuelle Ausgabe (02/2010) des ReformhausKurier zurück gelassen. Interessiert lese ich dort den Artikel über „Vitamine satt“, wie es auf der Titelzeile prangt.

Nahrungsergänzung dient, wie der Name schon sagt, als zusätzliche Vitamin- und Mineralstoffquelle; sie kann Lücken schließen, die durch eine unzureichende Versorgung über die Nahrung entstehen.

Der Beitrag von Doris Eschenauer setzt sich u.a mit einer viel zitierten Studie eines serbisch-dänischen Forscherteams aus dem Jahr 2007 auseinander, die vor den Gefahren von Antioxidanzien warnte und damit bis heute in den Publikumsmedien viel zitiert wird, wie schon Science Blogger Peter Artmann dokumentiert hat.
Professor Dr. Hans K. Biesalski hat dazu bereits kurz nach dem Erscheinen der Bjelakovic-Studie Stellung genommen und sie als „Wissenschaftpopulimus“ entlarvt.
Auch im aktuellen Reformhaus-Artikel kommt Biesalski zu Wort, wo er beispielhaft auf mögliche Folgen eines Vitamin-D-Mangels hinweist: das Defizit kann sich z.B. in Form chronischer Schmerzen des Bewegungsapparates bemerkbar machen.