Vitalstoff-Blog

Natürliche Auslese

Prof. Bruce Ames in seinem Büro an der UC, Berkely

Kommt Ihnen das bekannt vor? Sie unterhalten sich mit jemandem über Gesundheit. Vielleicht, weil Sie ein Kompliment erhalten haben ob ihres Aussehens und ihrer Fitness. Sie erzählen, dass Sie seit geraumer Zeit (in meinem Fall: acht Jahre) Vitalstoffe zu sich nehmen, und nachdem sie ihrem Gegenüber erklärt haben, was darunter zu vestehen ist (nämlich die Zufuhr essentieller und semi-essentieller Grundstoffe des menschlichen Stoffwechsels), bekommen Sie zu hören: »Ach, das brauche ich nicht. Ich bin ja gesund.« (more…)

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie …

Tödlich und korrupt ist das Geschäft der Pharmaindustrie, so das Buch von Peter Gøtzsche

Tödlich und korrupt ist das Geschäft der Pharmaindustrie, so das Buch von Peter Gøtzsche

Mit schöner Regelmässigkeit kehrt sie wieder: die Meldung auf allen Kanälen, wonach nun endlich bewiesen sei, dass Vitalstoffe nicht nur nichts nützen, sondern sogar schädlich sein können. Das Ende der Vitaminpille, titelte der SPIEGEL. Hier ist weniger ein Wunsch der Vater des Gedankens, als dass ein ziemlich offensichtliches Hand-in-Hand-Wirken von vermeintlichem Qualitätsjournalismus mit den Interessen einer Milliardenindustrie zutage tritt. Systematisch nämlich werden immer wieder die Sinnhaftigkeit oder gar die Existenzberechtigung von Vitalstoffen in den Medien in Zweifel gezogen, während auf der anderen Seite die Pharmaindustrie als Wolf im Schafspelz auftritt und selbst eigene „Vitalstoff-Experten“ etabliert. Ziel des Unterfangens: die Kontrolle über alles, was zu Vitalstoffen gesagt und angewendet werden darf.
Ausgangspunkt der neuen Welle gegen Vitalstoffe ist eines der angesehensten medizinischen Journale, die Annals of Internal Medicine. Am 17. Dezember 2013 veröffentlichten die Annals drei Studien zum medizinischen Nutzen von Vitalstoffen bei verschiedenen Indikationen. Die erste Studie untersuchte den Zusammenhang von hochdosierten Mineralien und Vitaminen mit der Häufigkeit eines Rückfalls nach Herzinfarkten.
Die zweite Studie untersuchte, wie sich die Einnahme eines Multivitaminproduktes auf die Erhaltung der geistigen Fähigkeiten älterer Männer auswirkte. Die dritte Studie widmete sich der Frage nach der Wirksamkeit von Vitamin- und Mineralstoffergänzung zur Vorbeugung von Krebs und Herz-/Kreislauf-Erkrankungen. In einem zusammenfassenden Editorial kamen dabei die Herausgeber der Annals zu dem verbreiteten Verdikt: „Genug ist Genug! Beendet die Geldverschwendung für Vitamin- und Mineralstoff-Supplemente“.

Pharma-Anzeigen finanzieren Fachjournale

Diese Schlagzeile ist aus zwei Gründen skandalös: (more…)

Vitalstoff-Status nach McD-Verzehr: negativ!

Posted in Ernährung, Mikronährstoffe, Nahrungsergänzung by Uwe Alschner on 13. Mai 2012

Burger

Zwei Burger, fast identisch. Und doch nicht. Einer ist 12 Jahre älter als der andere. Zwölf Jahre!

„Mc Donalds füllt ein Loch in deinem Magen. Es tut nichts, um deine Zellen zu ernähren…“

Schaut euch das Foto an. Es zeigt zwei Hamburger. Fast identisch. Nur dass der eine 12 Jahre (!!) älter ist als der andere! Das ist pure Chemie!

„Was hast du getan, um den Burger zu konservieren,“ wurde Karen Hanrahan gefragt, die das Experiment zwischen 1996 und 2008 durchführte. „Nichts. Er hat sich selbst konserviert…“

Nicht nur tut McDoof nichts für die Ernährung unserer Zellen. Allein für die einigermaßen harmlose Beseitigung des „Sondermülls“ benötigt unser Körper wichtige Vitalstoffe, die uns danach als Zell-Nährstoff nicht mehr zur Verfügung stehen. Vitalstoff-Status nach Verzehr: negativ!

Schlank, fit und gesund in jedem Alter. Vortrag mit Andreas Jopp

Posted in Journalismus, Mikronährstoffe, Prävention, Stoffwechsel, Vortrag by Uwe Alschner on 29. April 2012

Vitalstoff-blog.de präsentiert: Andreas Jopp am 22.9.2012 in Osnabrück

Das Vitalstoff-Blog präsentiert: Andreas Jopp in Osnabrück. Am 22. September 2012, 16.00 Uhr.

Würden Sie in einen Ferrari Heizöl tanken?
Wahrscheinlich nicht. Denn es werden zwei Dinge passieren:.

• Sie erreichen nicht die optimale Leistung!
• Der Motor hält das nicht lange durch und geht frühzeitig kaputt

Genau so verhält es sich auch mit der biochemischen Fabrik Mensch. Betanken Sie Ihren Stoffwechsel falsch oder mit zu wenigen Vitalstoffen, dann können Sie keine optimale körperliche und geistige Leistung erwarten und Ihre Gesundheit ist viel zu früh ruiniert. Mit mehr Vitalstoffen werden Sie sich dagegen Tag für Tag wieder besser fühlen. Als Nebeneffekt sichern die Biostoffe Ihre Lebensqualität (Gesundheit) bis in’s hohe Alter.
Genau darum geht es im Vortrag des Medizin-Journalisten, Autors und Gesundheits-Experten Andreas Jopp.

„Verstehen Sie, wie Ihre biochemische Fabrik funktioniert. Pflegen Sie Ihren Ferrari-Körper mit einigen simplen Dingen. Es ist einfach und Sie profitieren direkt davon. Das ist wirklich viel weniger aufwendig als Sie denken. Sie werden öfter wieder Vollgas geben können und mehr vom Leben haben.“ Verspricht Andreas Jopp

Vortrag am Samstag, 22. September 2012
SOLARLUX-Forum, Gewerbepark 9-11, 49143 Bissendorf (direkt an der Autobahn A 30, AS Natbergen)
Einlass 15.00 Uhr, Beginn 16.00 Uhr, Ende 19.00 Uhr

Eintritt: 15,- EUR

Anmeldung: hier klicken

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Warum Vitalstoffe nicht wirken dürfen

Krankheit ist ein Geschäft in Deutschland

Viele Fragen, die mich über diese Seite erreichen, sind grundsätzlicher Natur. Menschen, die keine Erfahrung mit Vitalstoffen haben, wundern sich, warum so wenig über den Nutzen von Vitaminen, Mineralien und Co bekannt ist. Das hat einen einfachen Grund: Der Strom kommt in Deutschland aus der Steckdose und wer krank ist, geht mit seiner Karte zu Arzt und wird behandelt – umsonst, denkt der Patient. Dass in jedem Jahr die Gesundheitsausgaben in Deutschland steigen (in 2010 sind 287 Mrd. Euro für Gesundheitsleistungen in Deutschland ausgegeben worden) und die Zeche von den Beitragszahlern (vor allem zur gesetzlichen Krankenversicherung, die in den zehn Jahren seit 2000 eine Kostensteigerung allein für Arzneimittel um rund 30 Prozent verkraften mussten) zu zahlen ist, wird kaum beachtet.

Gerade die im internationalen Vergleich immer noch traumhafte gesetzliche Krankenversicherung in Deutschland macht es für Arzneimittelhersteller und andere Anbieter so lukrativ: Der Versicherte denkt nicht an die Kosten, ein mögliches Defizit wird vom Steuerzahler ausgeglichen. Krankheit ist ein Geschäft in Deutschland. (more…)

Ein ganz einfacher Dreisatz

Dass ich gerne schreibe und die Ergebnisse von Beobachtungen oder Recherchen danach gerne teile, ist meinen Lesern bekannt. Die meisten wissen auch, dass ich an verschiedenen Stellen publiziere – zu den Themen, die mich persönlich bewegen. Dieser Beitrag ist der erste, der nicht nur auf allen drei Blogs stehen könnte, sondern tatsächlich auch hier, hier und hier zeitgleich erschienen ist. Anlass war dieser Beitrag in der ZEIT über die neue Volkskrankheit Burn-Out“.
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Wissenschaftlichkeit – Wer sehen will, sehe!

Posted in Forschung, Mikronährstoffe, Prävention, Strunz by Uwe Alschner on 23. November 2009

Ein toller Artikel von Dr. med. Ulrich Strunz, den ich heute in meinem Newsfeed hatte. Sie kennen Dr. Strunz? Der „Fitness-Papst“ und neben Dr. med. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt und Dr. med. Michael Spitzbart wohl der bekannteste „Gesundheits-Mediziner“ in Deutschland.
Dr. Strunz ist kein militanter Kämpfer. Im Gegenteil: ganz souverän und gelassen reiht er Fakten aneinander. Ohne große Polemik, ohne missionarischen Übereifer. Ganz einfach und nüchtern. So auch sein Beitrag zum Thema Wissenschaftlicher Fortschritt.

Was andere zu großen Skandalmeldungen verleitet, ist für Dr. Strunz gar eine gute Nachricht. Immerhin jeder fünfte Mediziner in Deutschland liest regelmässig englischsprachige Fachliteratur! Englisch ist die Lingua Franca der medizinischen Wissenschaft. Fortschritt findet in Journalen und in Englischer Sprache statt. Deutschland ist da, mit wenigen Ausnahmen, Entwicklungsland. Jedenfalls hinsichtlich der Relevanz von Publikationen. Dennoch freut sich Strunz über dieses eigentlich traurige Faktum. Denn er weiß: Ärger oder Stress (auch Frust ist Streß) hat schon negative Wirkung auf den Stoffwechsel. Freude stimuliert das Immunsystem und macht gesund. Also freut sich Strunz.

Freuen wir uns mit ihm, dass natürlich die Spitzenwissenschaft längst anerkennt, dass Vitalstoffe, also Vitamine, Spurenelemente und Mineralien vor schweren Erkrankungen wie Krebs schützen. Und damit auch die vier jener fünf Ärzte, die sich nicht mit englischer Fachliteratur behelligen, den Fortschritt zumindest nachvollziehen können, fassen es klinische Fachbücher wie bei Dr. Spitzbart zitiert, sogar auf deutsch zusammen:

„Mikronährstoffe sind in vielfältiger Weise an der Prävention von Krebserkrankungen beteiligt. So hemmen definierte Vitamine/Spurenelemente die Aktivierung von cancerogenen (krebserregenden) Stoffen sowie Entzündungsprozessen; andere Mikronährstoffe verhindern die Aufnahme Krebs-induzierender-Stoffe in die Zelle …“

"Ratten tanzen Makarena!"

Posted in Bruce N. Ames, Krebsforschung, Mikronährstoffe, Stoffwechsel by Uwe Alschner on 8. November 2008

Kennen Sie Dr. Bruce N. Ames? Ich kannte ihn nicht, bis vor wenigen Wochen. Ames gehört zu den weltweit anerkanntesten Krebsforschern. Seit 1968 lehrt er als Biochemiker an der berühmten University of California in Berkeley (UCB). Anfang der 1960er erfand er den nach ihm benannten „Ames-Test“ zur Identifikation von krebserregenden Substanzen.

Ich habe nun durch einen sehr guten Vortrag eines Mediziners am 18. Oktober in Karlsruhe einen Hinweis erhalten, der sich auf Dr. Ames und seinen Beitrag zum Verständnis des Zustandekommens von Zivilisations- oder Alters-Krankheiten bezieht.

Watch Bruce Ames Lecture on Micronutrients part A in How to Videos  |  View More Free Videos Online at Veoh.com

Diesen Hinweis, wonach Vitalstoffe entscheidende Bausteine für das Funktionieren von Enzymen im menschlichen Organismus sind, und tägliche Vitalstoff-Zufuhr notwendig ist, um die Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers bis in das hohe Alter zu erhalten, habe ich natürlich interessiert aufgenommen und nachrecherchiert.

Bei diesen Recherchen bin ich auf eine bemerkenswerte und sehr spannende Aufnahme eines Radio-Interviews gestossen, das Dr. Ames 2007 im Alter von 79 Jahren dem öffentlichen Rundfunk in den USA gegeben hat. Allen, die das Interview im englischen Original hier nicht nachhören können, sei das Wichtigste an dieser Stelle kurz zusammen gefasst:

Ames erklärt dort zunächst einmal, wie „zufällig“ er den Zusammenhang von Gesundheit und Nährstoffversorgung entdeckt hat. Als Biochemiker und Krebsforscher war Ames mit seinem Kollegen Jim McGregor an der Erforschung von Schädingung der DNA durch Strahlung beschäftigt, als sie in einem Versuch feststellten, dass eine Gruppe von Versuchstieren eine außergewöhnlich hohe Anzahl von fehlerhaften Chromosomen aufwies. Der Grund lag in der Nahrung der Tiere begründet, die durch einen Irrtum des Laboranten keine Folsäure enthielt. Dieser „Versuchsfehler“ war der Ausgangspunkt für Ames, dem biochemischen Grund für diese Erbgutschwäche nachzugehen.

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Ames hat seitdem mehrere hundert Arbeiten zum Zusammenhang zwischen Vitalstoffmangel und Erkrankungen vorgelegt. Es braucht danach mehr als 40 Mikronährstoffe (Mineralien, Vitamine, Spurenelemente) als Bausteine von Co-Enzymen, die der Körper herstellt. Wenn davon einige fehlen, gerät der ganze menschliche Metabolismus in Unordnung. Krankheiten entstehen. Die Bedeutung dieser Vitalstoffe hält Ames für weithin unterschätzt.

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Sehr große Bevölkerungsteile leiden danach unter erheblichem Mangel an Mikronährstoffen, besonders Kinder, Frauen, Senioren und Menschen mit Übergewicht. Doch auch Männer sind betroffen. Die Ursachen sieht Ames in den Ernährungsgewohnheiten des modernen Menschen mit zu hohen Anteilen an raffinierten Kohlenhydraten, zu wenig Faserstoffen, zu wenig Omega-3-Fettsäuren und insgesamt zu viel Fertiggerichten. Ames unterstreicht, dass es wichtig ist, eine ausgewogene und vollwertige Ernährung zu sich zu nehmen. Gleichwohl sei es wichtig, zur Optimierung des Stoffwechsels Vitalstoffe zu sich zu nehmen. Ames über Ames: „Ich selbst ernähre mich vollwertig und nehme zusätzlich Vitalstoffe. Zur Sicherheit!“

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Ames sieht die Haupt-Ursachen für alle degenerative Erkankungen in mangelhafter Nährstoffversorgung des Stoffwechsels. Er gibt zu, dass seine Thesen noch nicht vollständig akzeptiert sind und noch von einigen Kollegen in Frage gestellt werden. Das stört ihn ebensowenig wie es Max Planck gestört hat, der 1948 feststellte:

„Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass ihre Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut geworden ist.“

Max Planck, „Wissenschaftliche Selbstbiographie“, Leipzig, 1948


P.S.: Wundern Sie sich nicht über den Titel dieses Beitrags. Es ist ein Zitat von Bruce Ames, der an einer Stelle beschreibt, wie sich die Gabe von bestimmten Vitalstoffen, die die Funktion von Mitochondrien beeinflussen, auf alte und schwache Ratten im Tierversuch ausgewirkt hat.