Vitalstoff-Blog

Vitalstoffe haben keine Lobby

Posted in Nahrungsergänzung, Supplementierung by Uwe Alschner on 27. August 2010

Es klingt dramatisch: Wenn nicht bis zum 31. August gehandelt werde, könnten Vitalstoffe in Deutschland zukünftig nur noch auf dem „grauen Markt“ bezogen werden. Es klingt wie ein Krimi: die Sommerpause habe das Ministerium für Verbraucherschutz genutzt, um „ohne Öffentlichkeit“ eine überflüssige und europarechtlich nicht notwendige Änderund des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches LFGB auf den Weg zu bringen. Die Einspruchsfrist gegen die Gesetzesänderung laufe am 31. August 2010 ab. Stimmt das?
Ganz so schnell schiessen die Preußen nicht, auch nicht im schwarz-gelb regierten Berlin. Die Sache ist vielmehr typisch: Vitalstoffe haben keine Lobby in Deutschland!

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Synergistischer Hautschutz

Posted in Alterung, Ernährung, Freie Radikale, Supplementierung, Vitamin A, Vitamin C, Vitamin E, Wissenschaft by Uwe Alschner on 21. Juni 2010

Der Sommer steht vor der Tür. Die Sonnenstrahlen haben eine enorme Kraft und Energie. Wir brauchen diese Energie, nicht nur, aber auch für das lebenswichtige Vitamin D. Um so wichtiger ist es deshalb, Nahrung zu sich zu nehmen, die reich ist an einem breiten Spektrum aus frischem Obst und Gemüse mit hohem Anteil an Antioxidantien und Phytonährstoffen. Wichtig sind auch Supplemente mit hochwertigen Omega-3 Fettsäuren. Besonders wichtig ist eine synergistisch ausgewogene Mischung mit den Vitaminen A, C und E und Carotinoiden (inklusive Lycopin und Lutein), Alpha –Liponsäure, Coenzym Q-10, Quercetin und einer breiten Palette an flavonoidhaltigen Pflanzenextrakten sowie den antioxidativen Mineralien Zink, Selen, Kupfer und Mangan.
Obst und Gemüse (more…)

OPC und Grüntee-Extrakt schützen die Haut

Posted in Anthocyanidine, Forschung, OPC, Supplementierung by Uwe Alschner on 17. Juni 2010

Viele Menschen halten die Haut für etwas Selbstverständliches und erkennen nicht, dass sie ein extrem wichtiges Organ ist. Wie jedes lebenswichtige Organ erfüllt auch die Haut permanent eine lange Reihe lebenserhaltender Funktionen. Die Haut ist ein Spiegel unseres Gesundheitszustandes. An dieser Stelle werden zukünftig einige Erkenntnisse aus der Wissenschaft dokumentiert, die die zentrale Bedeutung einer gesunden Haut sowie die Notwendigkeit einer optimalen Versorgung mit dermatologisch wichtigen Vitalstoffen unterstreichen. Beginnen möchte ich mit OPC und den Grüntee-Polyphenolen.
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Wissenschaftspopulismus entlarvt

Zugfahren bildet. Im ICE hat ein Fahrgast die aktuelle Ausgabe (02/2010) des ReformhausKurier zurück gelassen. Interessiert lese ich dort den Artikel über „Vitamine satt“, wie es auf der Titelzeile prangt.

Nahrungsergänzung dient, wie der Name schon sagt, als zusätzliche Vitamin- und Mineralstoffquelle; sie kann Lücken schließen, die durch eine unzureichende Versorgung über die Nahrung entstehen.

Der Beitrag von Doris Eschenauer setzt sich u.a mit einer viel zitierten Studie eines serbisch-dänischen Forscherteams aus dem Jahr 2007 auseinander, die vor den Gefahren von Antioxidanzien warnte und damit bis heute in den Publikumsmedien viel zitiert wird, wie schon Science Blogger Peter Artmann dokumentiert hat.
Professor Dr. Hans K. Biesalski hat dazu bereits kurz nach dem Erscheinen der Bjelakovic-Studie Stellung genommen und sie als „Wissenschaftpopulimus“ entlarvt.
Auch im aktuellen Reformhaus-Artikel kommt Biesalski zu Wort, wo er beispielhaft auf mögliche Folgen eines Vitamin-D-Mangels hinweist: das Defizit kann sich z.B. in Form chronischer Schmerzen des Bewegungsapparates bemerkbar machen.

Wer die Musik bezahlt, bestimmt was gespielt wird

Ein weit verbreitetes Argument gegen den Einsatz von Vitalstoffen selbst zu präventiven Zwecken (von Therapie ganz zu schweigen) ist die Behauptung, der Einsatz von Mikronährstoffen sei ohne bewiesene Wirkung. Und „bewiesen“ bedeutet in diesem Zusammenhang nicht blos, dass es Studien geben muss, die den Einsatz von Mikronährstoffen befürworten. Denn die gibt es zuhauf. Allein, die „herrschende Meinung“, das Paradigma der medizinischen Wissenschaft verlangt als Beweis die Bestätigung durch die wissenschaftliche Gemeinschaft selbst. Die Studien müssen zur vollen Akzeptanz in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht werden, die sich einer „freiwilligen Selbstkontrolle“ unterziehen. „Peer Review“ lautet das Zauberwort, was bedeutet, dass sich Wissenschaftler ihre Studien gegenseitig rezensieren und beurteilen. Und da liegt der Hase im Pfeffer: Wer die Musik bezahlt, bestimmt was gespielt wird! (more…)

Gefährlich ist höchstens der Mangel

Posted in Beta Carotin, Qualität, Supplementierung, Vitamin A, Wissenschaft by Uwe Alschner on 28. Oktober 2009

Vitamine sind gefährlich – wenn sie fehlen! Das ist das Ergebnis auch des zweiten Hohenheimer Ernährungsgespräches. Selbst beim vermeintlichen Risikoträger Vitamin A und dem Provitamin A, wie das Beta Carotin auch bezeichnet wird, weil es vom Körper bei Bedarf in Vitamin A umgewandelt werden kann, gilt dies.
Wichtig ist allein der natürliche Ursprung, wie die Wissenschaftler beim Symposium an der Universität Stuttgart-Hohenheim betonten. Frisches Obst und Gemüse und qualitativ hochwertige Supplemente aus natürlichen Quellen sind geeignet, den Mangel an Beta Carotin vermeiden zu helfen.
Wichtig ist Vitamin A und Beta Carotin vor allem in der kalten Jahreszeit, weil es bei der Abwehr von Infekten und dem Schutz der Schleimhäute benötigt wird.

Offizielle Pressemitteilung zum zweiten Hohenheimer Ernährungsgespräch: http://ow.ly/xanG

—Post von meinem iPhone – ggf. Wechstaben verbuchselt 😉

Im öffentlichen Interesse?

Posted in Drittmittel-Forschung, RKI, Supplementierung, Zufuhrempfehlung by Uwe Alschner on 9. Mai 2009

Die Tragweite von Berichten über vermeintliche Gefahren von Mikronähstoff-Supplementierung ist groß.
Gerade die vorsichtige Antwort des staatlichen Robert-Koch-Institutes zu Folgen von Vitamin D Mangel zeigt das:
Im Kern weist das RKI sehr deutlich darauf hin, dass die aktuelle Forschung immer deutlicher zeigt, dass selbst moderate Mängel in der Versorgung mit Vitamin D langfristig nachteilige Folgen haben könnten.

Ergebnisse aus der aktuellen medizinischen Forschung weisen darauf hin, dass sich auch mildere Formen eines Vitamin-D-Mangels langfristig nachteilig auf die Gesundheit auswirken könnten. So sind Zusammenhänge zwischen niedrigeren Vitamin-D-Spiegeln und verschiedenen chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder bestimmte Krebserkrankungen beschrieben.

Haben Sie eine Ahnung, wie unangenehm selbst diese schwache, konjunktivische Formulierung aus den hohen Hallen des RKI für jene ist, die seit Jahrzehnten vor den Gefahren einer Vitamin-Supplementierung warnen? Und wie leicht es für das RKI wäre, eher hypothetische Ergebnisse gar nicht zu referieren, sondern zu ignorieren? Trotzdem gibt das RKI den Hinweis auf die möglicherweise viel größere Bedeutung einer adäquaten Vitaminversorgung. Warum?? Die Antwort ist Spekulation, doch vermutlich hat Frau Dr. Hintzpeter im RKI nur noch sehr wenig Zweifel, dass die Zufuhrempfehlungen bald revidiert und angehoben werden müssen.

„Nach derzeitigen Erkenntnissen sollte der Vitamin-D-Spiegel höher liegen, als früher gedacht und gemessen daran sind die Werte in der deutschen Bevölkerung generell zu gering – vor allem im Winter“,

so die Problemanalyse von Dr. Birte Hintzpeter als Vertreterin des Robert-Koch-Instituts in Berlin auf dem ersten Hohenheimer Ernährungsgespräch.
Möglicherweise würde sie sogar schon heute die Empfehlung abgeben, stärker auf eine ausreichende Vitamin D-Versorgung zu achten, wenn sich die wissenschaftliche Gemeinschaft schon darauf verständigt hätte, ihre „Beweisführungsgrundsätze“ zu modernisieren: Evidenzbasierte Medizin verlangt einen statistisch signifikanten Nachweis in einer placebokontrollierten randomisierten Langzeit-Doppelblindstudie. Mich schaudert es bei diesem wortreich verkleideten Zynismus! Und dieser Zynismus wird organisiert von einer milliardenschweren Industrie, die damit wirbt, der Gesundheit zu dienen und doch nur ihren eigenen Profit im Sinn hat.

Es ist bitter, doch es ist wahr: Die Pharma-Industrie kann Ihre unglaublichen Gewinne nur verteidigen, wenn es gelingt, die Erkenntnisse der Mikronährstoff-Forschung zu verschleiern und zu verteufeln. Diese Erkenntnisse lauten: Es ist sehr leicht, die Gesundheit der Menschen zu erhalten und zu verbessern. Durch eine ausreichende Versorgung mit hochwertigen Mikronährstoffen aus einer ausgewogenen und vitalstoffreichen Ernährung, die bei Bedarf (wenn es die Lebensumstände oder die Umweltbedingungen erfordern) um Supplementierung ergänzt werden kann.

Bewiesen“ werden kann diese Wissenschaft sehr wohl. Davon zeugen die ungezählten epidemiologischen, biochemischen und mechanistischen Studien von renommierten Forschern auf der ganzen Welt. Indem jedoch der Beweis durch randomisierte Lanzeitstudien (LRTs) verlangt wird, bevor Zufuhrempfehlungen erhöht werden, baut die stark von den Drittmitteln der Industrie abhängige medizinische Forschung und Lehre (Teilweise bestehen bis zu 50 Prozent des Forschungsetats an der Universität, vor allem im Bereich der Medizin, aus Drittmitteln der Industrie.) nahezu unüberwindbare Hürden auf und setzt sich dem Vorwurf der Voreingenommheit aus. Diese Hürden sind es, die verantwortungsbewusste Wissenschaftler wie Dr. Hintzpeter vom RKI dazu nötigen, ihre Stellungnahme zu jüngeren Forschungen unter den Beweisvorbehalt zu stellen.

Es ist aufgrund der Komplexität der Materie und der Kompensationsfähigkeit des menschlichen Organismus nahezu sicher, dass der LRT-„Beweis“ noch viele Jahre auf sich warten lassen wird, wenn er überhaupt zu erbringen ist. Dagegen ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Gewichte in der Forschung verschieben und eine Neubewertung der Beweisfindung vollzogen wird.

Sie ist längst überfällig!